Infos rund um das Asphaltmischwerk Wegener in Wahlstedt

12.04.2021: Es hätte ein schöner Tag im April gewesen sein können, wenn nicht der schwarze Qualm sooo gestunken hätte! Eben praktizierter Klimaschutz!

Wußten Sie schon,

dass

die Stadt in ihrer Ausschusssitzung „Planung, Bau und Verkehr“ am Mo, den 29.03.2021, die Sanierung und den Ausbau der Industriestraße bekannt gegeben hat und am 30.03.2021 die Auftragsvergabe durch den Hauptausschuss abgenickt und an ein Planungsbüro vergeben wurde?

Siehe BeschlussvorlageVO/2021/394 öffentlich

https://www.wahlstedt.de/allris/vo020.asp?VOLFDNR=370

https://www.wahlstedt.de/allris/___tmp/tmp/45081036395017910/395017910/00025305/05.pdf

Lageplan

https://www.wahlstedt.de/allris/___tmp/tmp/45081036395017910/395017910/00025312/12-Anlagen/05/2021-03-16maBlatt1_2M1000.pdf

Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf 1,85 Millionen Euro und die Stadt legt 450.000 Euro im innerstädtischen Bereich auf die Anwohner um.

(Aussage von Hr. Maaß während der Sitzung)

Das bedeutet:

  • Da kommt etwas auf die privaten Anwohner der Industriestraße zu

______________________________________________________________

Wußten Sie schon,

dass:

die Firma Wegener, von der Öffentlichkeit kaum beachtet, den Baustoffhandel neben der Asphaltmischanlage in großem Stil weiter ausbaut?

Das bedeutet:

  • mehr An- und Auslieferungen der Baustoffe über die Bahngleise
  • mehr LKW-Verkehr auf der dann neu ausgebauten Industriestraße und während der Bauphase auf der bereits teuer sanierten Kronsheider Straße und der Dr.-Hermann-Lindrath-Straße (die danach garantiert auch wieder saniert werden müssen!)
  • mehr Staub und Lärm

________________________________________________________________

Wußten Sie schon,

dass

die Firma Wegener einen Antrag auf Verlängerung des Kiesabbaus in der Kiesgrube an der Wittenborner Straße für 15 Jahre!!! gestellt hat?

Antragsformulare unter:

https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=ED3E5885-D1B7-4816-ABC0-724BA2746F00&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-sh&docid=ED3E5885-D1B7-4816-ABC0-724BA2746F00

Das bedeutet:

  • 15 Jahre Lärm durch die Brecheranlage und Siebanlage und den Bagger
  • 15 Jahre erhöhter LKW-Verkehr über die Industriestraße

(s. Erläuterungsbericht_ Planänderung_Wahlstedt B-1-201028 S.6 Kap. 1.3 Absatz 2)

https://www.uvp-verbund.de/documents/ingrid-group_ige-iplug-sh/ED3E5885-D1B7-4816-ABC0-724BA2746F00/B-1-201028_Erl%C3%A4uterungsbericht_Plan%C3%A4nderung_Wahlstedt.pdf

Werbung der FA. Wegener in dem Antrag!

,,Darüber hinaus betreibt die Hermann Wegener GmbH & Co. KG am Standort des Kiestagebaus Wahlstedt eine Asphaltmischanlage sowie eine Bahnentladung von überregionalen gebrochen Natursteinen (z. B. Kalksteine in verschiedenen Korngrößen).“

  • 15 Jahre lang vermehrter Abtransport der geförderten Baustoffe…..

Alles so nebenbei, ohne groß in der Öffentlichkeit aufzutreten…..                         mit freundlichem Abnicken der Stadtverwaltung. Man ist immer bemüht zu helfen, besonders den Industriebetrieben!

Und das alles in der ach so klimabewussten Stadt Wahlstedt

Welcher Klimaschutz?

Mit freundlichem Gruß

Ihr Bürgerprotest-Asphaltmischwerk-Wahlstedt

Frohe Ostern!

Liebe AnwohnerInnen, liebe MitstreiterInnen, liebe WahlstedterInnen,

wir wünschen Ihnen ein schönes Osterfest! Geniessen Sie die Zeit in frischer gesunder Luft und lassen Sie die Seele baumeln!

……denn eins ist sicher: Die ruhigen Tage mit gesunder Luft und Ruhe sind gezählt. Große pechschwarze Halden auf dem Betriebsgelände des Asphaltmischwerkes lassen Schlimmes ahnen…….

Viel Spaß beim Ostereiersuchen!

Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

Ihr Bürgerprotest-Asphaltmischwerk-Wahlstedt

Wie in guten ? alten Zeiten

zu sehen: Das Versagen der Überwachungsbehörden auf ganzer Linie!

Es ändert sich nichts!

Es staubt wieder munter vor sich hin….keine Berieselung! Und kein LLUR?

Und wenn es sich bei dem weißen Sand um Gesteinsmehl handeln sollte?….dann schreibt Wikipedia: Die Methode des Verstäubens ist wegen der Lungengängigkeit der Stäube sehr umstritten und sollte nur mit Vollmaske und bei Windstille ausgeführt werden.

Ein März-Gruss

Liebe AnwohnerInnen, liebe MitstreiterInnen,

ein Lebenszeichen von uns.

Wir hoffen, dass Sie alle gesund durch die letzten beiden Monate gekommen sind und die schöne, klare, gesunde Luft in Wahlstedt genossen haben!

Ja, auch das ist möglich!

Auch wir haben die Zeit ohne Lärm, Staub und Gestank vom Asphaltmischwerk (AMW) genossen.

Leider sind die schönen Tage gezählt.

Wir werden aber auch in diesem Jahr für unsere Idealvorstellungen eines gesunden Lebens in Wahlstedt kämpfen!

Es wäre schön, wenn unsere Lebensqualität über das ganze Jahr so wäre wie momentan, aber leider sieht die Prognose nicht so rosig aus.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, wird von dem Betreiber des AMWs schon seit längerer Zeit neben dem Werk ein Baustoffhandel betrieben. Des Weiteren wurde ein Antrag auf Unterwasserauskiesung der hiesigen Kiesgrube gestellt. Dieser Antrag war immerhin eine amtliche Bekanntmachung und einen kurzen beschönigenden Presseartikel wert. Damit war der Informationspflicht Genüge getan.

Es wird von Seiten des Betreibers damit geworben, dass das geförderte Material über eine eigene Bahnentladestation weitertransportiert werden kann. So ist zu befürchten, dass Bahnlieferungen sowohl in die eine als auch in die andere Richtung stattfinden werden?

Das bedeutet noch mehr Lärm und Staub, noch mehr LKWs !

Déjà-vu? Ja, es hat sich nichts geändert. Keine Behörde kümmert sich…bis dass die Wände umkippen?
Experiment: Wieviel Druck hält so eine Wand aus?

Und bis das auf dem Gelände des AMW gelagerte Recyclingmaterial verarbeitet sein wird, auch jede Menge Gestank. Die schwarzen Halden mit RC-Material lagern immer noch in Massen auf dem Betriebsgelände und warten auf ihre Weiterverarbeitung. Da kommt eine Menge an Belastungen und Belästigungen auf die Anwohner und Einwohner Wahlstedts zu.

Die Boxen sind immer noch bis oben hin voll.

Also: Genießen wir zusammen die Ruhe vor dem Sturm!

Machen Sie um Corona einen Bogen und bleiben Sie gesund und uns weiterhin gewogen!

Ihr Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt

Ein guter Ansatz……

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie haben sich Gedanken über die Grenzwerte und Reduzierung  für Dämpfe und Aerosole bei der Verarbeitung von Bitumen- und Polymerbitumen im Straßenbau gemacht.

Aber wie immer mahlen Deutschlands Mühlen sehr langsam.

Im Mai 2022 wird das Thema noch einmal beleuchtet und die Baubranche hofft auf eine Entscheidung, die ihren Interessen Rechnung trägt. Man möchte eine Umsetzung der geforderten Maßnahmen gerne auf die lange Bank schieben.

Wie immer!

Was zählt die Gesundheit der Menschen, speziell der Bauarbeiter? Es geht schließlich um Profit und der steht nun mal an erster Stelle.

Mehr dazu unter: https://www.baunetzwerk.biz/uebergangsfrist-beim-asphalteinbau

Bleiben Sie gesund!

Ihr Bürgerprotest-Asphaltmischwerk-Wahlstedt

Rundbrief Januar 2021

Liebe Anwohner/Innen, liebe Mitstreiter/Innen,

wir wünschen Ihnen ein gutes und gesundes neues Jahr 2021 und sind gespannt, was dieses Jahr außer Corona für uns bereit hält.

Seit unserem letzten Rundbrief ist viel Zeit vergangen und wir möchten Ihnen gerne wieder einen kurzen Zwischenbericht unser Aktivitäten zukommen lassen.

Wir waren in der Zwischenzeit nicht untätig und haben unzählige Emails und Briefe geschrieben und viele Beschwerden, Anfragen und IZG-Anträge (Anträge nach dem Informationszugangsgesetz Schleswig-Holstein) an Behörden und andere öffentliche Einrichtungen gestellt.

Z.B.: an

  • die Stadtwerke Wahlstedt
  • das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR)
  • den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV)
  • an die Firma Wegener Baustoffe GmbH & CoKG
  • Die Stadtwerke Wahlstedt konnten uns unsere Anfrage, wer außer der Firma Wegener zusätzlich das Industriegleis für die Anlieferung von Baustoffen nutzt, bis heute immer noch nicht beantworten. Unsere Hoffnung beruht nun auf der Kompetenz des neuen Geschäftsführers. Vielleicht kann er die Aussage einer Mitarbeiterin des AMW bestätigen, dass u.a. auch die Baustofffirma Giese über das Industriegleis beliefert wird, was eine enorme Steigerung des LKW-Verkehrs für Wahlstedt bedeuten würde.
  • Vor Beginn der Winterpause kam aus dem Schornstein des Asphaltmischwerkes ausschließlich tiefschwarzer, übel riechender Qualm, da Unmengen von Recyclingmaterial von der Abfallverwertungsanlage in der Kiesgrube auf das Betriebsgelände des AMW transportiert worden sind (das bedeutet auch zusätzlichen LKW-Verkehr!) und auch z.T. schon verarbeitet worden sind. Die restlichen Halden sind auf dem Werksgelände zu besichtigen!
Höher geht es nicht!
Schwarze Halden, wohin man nur schaute
  • Die vier Lecks, aus denen am 05./06.08.2020 tiefschwarzer Qualm in großen Mengen über Wahlstedt verteilt wurde, wurden unter Aufsicht des LLUR beseitigt!
  • Der LBV hat uns mitgeteilt, dass die im Mai durchgeführte Lärmimmissionsmessung nicht zu beanstanden war, obwohl keine Gesamt-Lärmimmissionsmessung durchgeführt wurde.

Inzwischen hat sich aber ergeben, dass die im Frühjahr durchgeführte Lärmimmissionsmessung hinfällig geworden ist.

Die Forderung nach einer erneuten Lärmimmissionsmessung wird von uns gestellt, weil die beauftragte Firma (M.O.E.GmbH) in einem Schreiben an den LBV angeführt hat, dass die Messung nicht korrekt war.

Auszug eines Schreibens der M.O.E. GmbH an den LBV:

2.2.3 Ermittlung des Beurteilungspegels

Der hier zur Anwendung gekommene LA95 ist für diese Messaufgabe in der Tat nicht korrekt. Daher wird der o.g. Bericht der M.O.E. GmbH mit sofortiger Wirkung zurückgezogen (MOE-20-PL-0032-AK-BR1-V1.0 vom 07.05.2020).

Zusätzlich zu einer neue Lärmimmissionsmessung, fordern wir erneut eine Erfassung aller diffusen Emissionen (Lärm, Staub, Gestank) auf dem Gelände des Asphaltmischwerkes Wegener!

  • Auch der Stadtverwaltung scheint bewusst geworden zu sein, dass die erfolgte Lärmimmissionsmessung nicht korrekt war, denn sie ändert den Bebauungsplan 34 so, dass die Lärmkontingentierung anders aufgestellt wird.

Bürgermeister Bonse erläuterte die Vorlage in der Hauptausschuss-Sitzung vom 08.10.2020 folgendermaßen:

Auszug aus der Niederschrift

Sachverhalt

,,Durch die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sind Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Bebauungsplans Nr. 34 der Stadt Wahlstedt aufgekommen. Hierbei geht es um folgende Bestandteile des Bebauungsplans

-Ausweisung eines Gewerbegebiets mit ausschließlich eingeschränkten Gewerbeflächen (Beschränkungen des zulässigen Lärms)

Nach Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts dürfen eingeschränkte Gewerbegebietsflächen nur ausgewiesen werden, wenn an anderer Stelle im Stadtgebiet ein Gewerbegebiet ohne solche Einschränkungen vorliegt.

Dies soll durch einen Verweis auf das Hochregallager der Fa. Pelz, welches durch einen Bebauungsplan überplant ist und ein uneingeschränktes Gewerbegebiet ausweist, behoben werden. Lärm verteilt auf vier Betriebe, ist besser als verteilt auf drei Betriebe! Anmerkung des Verfassers

Fehlender Hinweis auf die Verfügbarkeit und Einsichtnahmemöglichkeit in eine DIN-Vorschrift, welche zum Bestandteil des Bebauungsplans gemacht wurde.

Der notwendige Hinweis soll in den Bebauungsplan aufgenommen werden.

Es wird angestrebt, die Planänderung durch eine ausschließliche Änderung des Textteils zu erreichen.“

Auf Nachfrage,“ was es mit den Unregelmäßigkeiten bei der Aufstellung des B-Planes auf sich habe, teilte Herr Bürgermeister Bonse mit, dass davon nicht die Rede sein könne. Es habe ja aber Beschwerden bzw. Eingaben von Bürgerinnen und Bürgern gegeben, denen man natürlich mit der gebotenen Sorgfalt und Gründlichkeit nachgehen werde. Sollte es in Teilbereichen zu rechtswidrigen Inhalten oder Vorgehensweisen gekommen sein, müssten diese entsprechend gewürdigt werden, was dann zu unterschiedlichen Rechtsfolgen führen könnte. Die Bekanntmachung der Änderung soll schnellstmöglich ortsüblich erfolgen und im Internet abgerufen werden können.“

Wir warten auf weitere Informationen über die 1. Änderung des B-Plans 34 im Internet und in den Printmedien und werden diese akribisch im Auge behalten!

  • Von der Firma Wegener wurde ein Planfeststellungsantrag zur Unterwasserauskiesung für einen Zeitraum von 15 Jahre!!! gestellt. Angestrebte Abbaukapazität: 100000 Tonnen/Jahr!!!

Was das an zusätzlichem Lärm für die Anwohner bedeutet, wissen alle, die schon 2009 gegen die erheblichen Belastungen Widersprüche erhoben haben. Dies muss erneut geschehen, da das Ausmaß des aktuellen Antrages noch viel umfangreicher als damals ist. Daher müssen unbedingt zahlreiche neue Widersprüche gestellt werden!

Einzelheiten sind bis zum 15.01.2021 im Rathaus in Wahlstedt und im Internet nachzulesen auf:

https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=ED3E5885-D1B7-4816-ABC0-724BA2746F00&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-sh&docid=ED3E5885-D1B7-4816-ABC0-724BA2746F00

Ende der Einspruchsfrist ist unwiderruflich der 12.02.2021!!!!

  • Die Gründung des Bürgerprotest-Asphaltmischwerk-Wahlstedt als eingetragener Verein fand am Sonntag, den 30.08.2020 nach ,,Coronabedingter“ Verzögerung nun endlich statt. Somit sind wir nun ein eingetragener Verein!
  • Wir suchen weiterhin Unterstützer bei unseren Bemühungen für ein lebenswerteres Wahlstedt. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie uns unterstützen möchten! Wir freuen uns auf Sie!
  • Ein Treffen unseres Vereins ist immer noch in Planung und wird sobald es wieder erlaubt ist, so schnell wie möglich stattfinden
  • Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unser Engagement auch weiterhin unterstützen – mit Worten, tatkräftiger Mitarbeit und finanzieller Hilfe. Dafür danken wir Ihnen schon im Voraus!

Bleiben Sie gesund!

Ihr Bürgerprotest-Asphaltmischwerk-Wahlstedt

WAHLSTEDT KOMMT NICHT ZUR RUHE

Lange Zeit war es am südlichen Stadtrand von Wahlstedt – zumindest um den Kiesabbau – still geworden. Nun soll es wieder losgehen:

Die Fa. Wegener, ein Großkonzern in Sachen Baustoffe, hat einen Antrag gestellt. Sie möchte bis zum Jahr 2035 jährlich 100.000 t Kies aus der Kiesgrube Wahlstedt schürfen.

Unterwasserauskiesung

Auf den ersten Blick sehen die Antragsunterlagen makellos aus – Gutachten zu Lärm- und Staubentwicklung, ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag und Umweltverträglichkeitsgutachten (UVG) liegen vor und verheißen kein Ungemach. Es würden alle Grenzwerte und Auflagen erfüllt, die Kiesgrube schrittweise renaturiert, alle Eingriffe ausgeglichen. Bei oberflächlicher Betrachtung: ja.

Doch schaut man etwas genauer hin, stellen sich viele Fragen. Um die Problematik um diesen Antrag zu verstehen, muss man in die Vergangenheit  schauen.

Ursprünglich einmal sollte der Kies in Trockenbauweise gewonnen werden, doch – was für ein „Pech“ – durch die zu tiefe Schürfung wurde eine Grundwasserader getroffen, und fortan musste der Kies in Nassbauweise gewonnen werden. Ein Umstand, der hier natürlich nur zufällig ein Vielfaches an Profit versprach. Die Abbaugenehmigung aus dem Jahre 2005 für die Fa. Papenburg AG beinhaltete eine Befristung auf fünf Jahre. Diese Befristung erfolgte, um die Renaturierung sicherzustellen.

Während der Abbauphase kam es zu erheblichen Lärmbelastungen für die angrenzenden Wohngebiete.

Doch einige Jahre später  wurde die Kiesgewinnung eingestellt, ohne dass mit der Renaturierung  begonnen wurde.

Zwischenzeitlich erhielt die Firma anscheinend sogar eine Abbauverlängerung bis Ende 2020. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Fa. Wegener – inzwischen Rechtsnachfolger der Fa. Papenburg – nicht einen einzigen Schritt der Renaturierungsmaßnahmen, wie sie in der Abbaugenehmigung vorgeschrieben sind, umgesetzt.

Die Firma Wegener möchte nun die Kiesgrube um weitere 15,7 ha erweitern.

Der Kreis Segeberg will mit diesem Antragsverfahren dem Konzern ermöglichen, weitere Millionen Euro zu verdienen, anstatt die Renaturierung endlich durchzusetzen.

Zwischenzeitlich hat die Natur längst begonnen, dieses Gebiet zurückzuerobern. Biotope sind entstanden, seltene Pflanzen und Tiere (Vögel z.B.) haben hier eine neue Heimat gefunden.

Auch die Haselmaus lebt in der Kiesgrube
Innerhalb des Untersuchungsraumes (vgl. Teil B6 des Antrages -Biologischer Ergebnisbericht) wurden:
Verschiedene jagende Fledermäuse,
Kammmolch (Triturus cristatus) und
Haselmaus (Muscardinus avellanarius) als Arten des Anhanges IV nachgewiesen
.

All dies soll nun wieder zerstört, später „ausgeglichen“ werden. Dieser sogenannte Ausgleich existiert allerdings nur auf dem Papier, zulasten der Biotope und Knicks soll überwiegend die Wasserfläche vergrößert werden (vgl. UVP) ! Ein Ausgleich „light“ sozusagen, mit deutlich reduziertem Umfang.

Noch zynischer ist die häufig gebrauchte Formulierung, die Eingriffe in die Natur wären ja nur auf ein geringes Maß begrenzt, da diese Abbaugenehmigung einen Verzicht auf den Abbau auf einer zweiten, westlich gelegenen Fläche, bedeute. Tatsächlich wird an anderer Stelle in den Antragsunterlagen deutlich, dass es sich um einen „temporären“ Verzicht handelt und der Konzern sich eine gesonderte spätere Antragstellung für einen weiteren Abbau der westlichen Flächen vorbehält. Da löst sich dieser sogenannte Vorteil in Luft auf.

Aus diesem Kontext ergeben sich die folgenden Fragen:

  1. Warum werden die in der abgelaufenen Abbaugenehmigung vorgeschriebenen Renaturierungsmaßnahmen  seitens der Behörden nicht durchgesetzt?
  2. Warum akzeptiert die Behörde eine derartige nachträgliche Reduzierung der Ausgleichsmaßnahmen zulasten der Natur?
  3. Welche Vorsorge wird getroffen, um zu verhindern, dass sich Konzerne ihren Renaturierungspflichten entziehen?
  4. Ist es überhaupt rechtens, vorgeschriebene  Ausgleichmaßnahmen in diesem Umfang nachträglich zu reduzieren?

Eva Holm,  04.01.2021

Fotos: Bürgerprotest-Asphaltmischwerk-Wahlstedt

Die Antragsunterlagen finden Sie auf:

https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=ED3E5885-D1B7-4816-ABC0-724BA2746F00&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-sh&docid=ED3E5885-D1B7-4816-ABC0-724BA2746F00

Widerspruch nur möglich bis zum 12.02.2021!

Liebe Wahlstedter*innen, Mitstreiter*innen und Unterstützer*innen,

wir wünschen Ihnen allen ganz herzlich ein schönes Weihnachtsfest und eine besinnliche Weihnachtszeit!

In diesem Jahr ist manches anders gewesen und es verlangte von jedem das eine oder andere Opfer.

Wir hoffe, Sie haben trotzdem ein schönes Weihnachtsfest!

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und man zieht Bilanz.

Außer Covid-19, das uns in unserer Vereinsarbeit sehr behindert hat, da wir keine Mitgliederversammlung einberufen durften, mussten wir leider auch auf anderen Gebieten negative Erfahrungen machen.

Wir wurden immer wieder mit Ignoranz, Respektlosigkeit und Unwahrheiten konfrontiert. Wir wurden behindert, wo es nur ging.

ABER: das spornt uns nur noch mehr an!

Wir haben viele Informationen erhalten, Zusammenhänge erkannt und Machtgefüge analysiert.

Manchmal standen uns die Haare zu Berge, manchmal haben wir in uns hinein gelächelt, weil wir total unterschätzt wurden!

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und werden auch im neuen Jahr für ein sauberes, lebenswertes und gesundes Wahlstedt kämpfen, auch wenn die Prioritäten von Seiten der Stadtverwaltung oft anders sind und nur der Profit im Vordergrund steht!

Wenn Sie Interesse habe, sich uns anzuschließen und mit uns für eine gesunde Umwelt in Wahlstedt zu kämpfen, melden Sie sich gerne bei unseren Vereinsvorsitzenden.

Wir bedanken uns für Ihr bisheriges Interesse, Ihre Mitarbeit und Unterstützung und hoffen, Sie bleiben uns gewogen!

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut in ein hoffentlich endlich Coronafreies Jahr 2021!

Es grüßt

Ihr Bürgerprotest

To whom it may concern!…..Und wenn nicht, steht es nächstes Jahr erneut
auf dem Wunschzettel! ;o)